In der Presse... Klappentext Leseprobe

Bei den Senfkönigen

Kolumnen und Texte von und über Lothar Schöne

Verlag Thüringer Allgemeine 2005, 80 S., 6,90 Euro

 

In der Presse...

"Der Erfurter Stadtschreiber 2004 hat den Erfurtern über die Schulter geschaut und viel Liebenswürdiges und manche Wahrheit ausgesprochen sein Erfurt-Porträt darf getrost zu den wenigen Texten über die Thüringer Landeshauptstadt gezählt werden, die auch noch in Jahren ein lesenswertes und stimmiges Bild von der Stadt vermitteln. "
Heinz Stade, Thüringer Allgemeine
 
"Eine Stärke des Autors ist seine Heiterkeit. Eine Heiterkeit, die ihm Erfurt wie ein Spiegel zurückgegeben haben muß. Das Schmunzeln auf den Mündern der Leser, die Porträts über ihn als Stadtschreiber, die fröhliche Schreibe, mit der er Erfurt und seine Menschen darstellt, wäre sonst schwer zu erklären. So erschließt man sich Lothar Schöne und seine Zeit als Stadtschreiber in Erfurt am besten: ihn lesend."
Simone Mager, MAINZ Vierteljahreshefte
 
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Klappentext

"Lothar Schöne gehört zu den großen stillen Erzählern unserer Zeit. Ohne Getöse und unter souveräner Nichtbeachtung der literarischen Moden widmet er sich in seinen Erzählungen und Romanen, in seinen Essays und Glossen mit leichter Hand den angeblich so schweren Themen, die uns doch alle angehen und beschäftigen. Über die Abnutzung des Lebens und der Liebe, über die Sehnsucht nach dem heilen und erfüllten Dasein wissen nur wenige deutsche Schriftsteller so humorvoll, liebevoll und voll des Verstehens für menschliche Schwäche zu schreiben. Seine ganz spezielle Begabung ist darüber hinaus, das Satirische sanft hinübergleiten zu lassen in die Bereiche des Phantastischen, Träumerischen. Damit gibt er sich als ferner Nachfahr der deutschen Romantik zu erkennen. Novalis und E.T.A. Hoffmann sind seine literarischen Paten."

Tilman Krause in seiner Laudatio zur Verleihung des Stadtschreiber-Literaturpreises 2004
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Leseprobe

"Es war schon spät in der Nacht, als ich den Domplatz verließ. Wieder einmal hatte mich dieser Ort in Bann gezogen. Meine nächtlichen Spaziergänge führten mich stets dorthin, ob ich wollte oder nicht. Beim Obelisken verharrend, schaute ich zum Dom und zur Severikirche hinauf, die zum helleren Himmel strebten, als wollten sie sich mit ihm verbinden. Bizarres Duo mit sechs Türmen, das man nur über viele (ich glaube siebzig) Stufen erreicht. Ich bin mir sicher, mein Kommen hatte immer nur einen Zweck: ich kam zum Bewundern. Großartig, dieses Ensemble aus Wucht und Leichtigkeit, aus Strenge und Heiterkeit; Monument, das aus der Vergangenheit in die Gegenwart hineinragt und ihr dadurch klar macht, wie rasch auch sie verbleicht und der Vergangenheit angehört. Mir fiel ein, dass meine Besuche im Innern des Doms selten stattfanden. Ich stand lieber hier unten und sah hinauf. Lag es daran, dass das Innere dem Majestätischen des äußeren nicht standhält, dass der fast quadratische Kirchenraum etwas Behagliches und Versammlungshaftes atmet? Mit solchen Gedanken wandte ich mich um und verschwand auf der gegenüberliegenden Seite in einer Gasse "

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